Tanz der Kulturen

15. August 2007. Nach einer kurzen Experimentierphase soll heute unser Internet Tagebuch starten. Womit sollen wir beginnen? Zweifel stellen sich für kurze Zeit ein, warum diese Welt einen weiteren interkulturellen Blog benötigt. Vielleicht sollte man / frau nicht mit dem Anspruch starten, dass sich sofort jeder auf einen unserer Artikel stürzt.
Nein, die Motivation muss zunächst von uns selber ausgehen. Faranak Gaini-Rahimi lebt und arbeitet als Iranerin in Deutschland und Europa. Mich hat es als Deutschen nach Saudi-Arabien und den Mittleren Osten verschlagen. Grund genug für uns zwei, die interkulturelle Black-Box, die uns alle betrifft, genauer zu untersuchen. In der Tat. Unser so genanntes globales Dorf ist in Wirklichkeit nur eine Ansammlung von ethnisch isolierten Ghettos. Vorgelebt wird der Traum von einer friedlichen Weltgemeinschaft leider meist nur dann, wenn der Dialog der Kulturen mit geschäftlichen Interessen verknüpft wird.
Wir müssen aber gar nicht erst die große Weltpolitik zitieren, um dem fatalen Kampf der Kulturen, der unsere Gedanken durch einseitige Medienberichte und „Hasspolitiker“ vergiftet hat, zu begegnen. Interkulturelle Missverständnisse beginnen schon in unserer eigenen Nachbarschaft. Hier müssen wir anfangen. Der türkische Nachbar, der gerade frisch gegenüber bei uns eingezogen ist, wundert sich, dass keiner der Deutschen ihn als den Neuen begrüßt. So, wie er es aus seinem Heimatland gewohnt ist. Und so wartet er vergeblich auf ein gastfreundliches Klopfen an seiner Tür. Zeitgleich wundert sich der Deutsche Nachbar, wie stur die Türken wohl sind, weil man hier gelernt hat, dass der Neue sich bei den Alteingesessenen zu erst vorstellen muss. Und wann wollen Sie ihre unbekannten Nachbarn zu einer Tasse Kaffee oder Tee einladen? Die neue Weltinnenpolitik beginnt schräg gegenüber von unserem eigenen Zuhause.
Ob im Kleinen oder im Großen. Es gibt so vieles von anderen Kulturen zu lernen. Da wir von MEMOCINE das Glück haben, an der Schnittstelle von Ost und West den unterschiedlichsten Menschen und deren Geschichten zu begegnen, wollen wir uns bemühen, einen Teil dieser Gedanken weiter zu geben. Wir wollen nicht belehren. Aber wir wollen denjenigen, die sich die Zeit nehmen, unser Tagebuch zu lesen, neue interessante Perspektiven und Denkhaltungen aufzeigen und auch von den Kommentaren unserer Leser selber lernen.
Die Feder ist mächtiger als das Schwert, heißt es. Auch wenn heute noch keiner von uns sagen kann, welche Texte aus unserer Tastatur hervorgehen werden, so freue ich mich auf den interkulturellen Dialog zwischen uns beiden Co-Autoren.
Nein, die Motivation muss zunächst von uns selber ausgehen. Faranak Gaini-Rahimi lebt und arbeitet als Iranerin in Deutschland und Europa. Mich hat es als Deutschen nach Saudi-Arabien und den Mittleren Osten verschlagen. Grund genug für uns zwei, die interkulturelle Black-Box, die uns alle betrifft, genauer zu untersuchen. In der Tat. Unser so genanntes globales Dorf ist in Wirklichkeit nur eine Ansammlung von ethnisch isolierten Ghettos. Vorgelebt wird der Traum von einer friedlichen Weltgemeinschaft leider meist nur dann, wenn der Dialog der Kulturen mit geschäftlichen Interessen verknüpft wird.
Wir müssen aber gar nicht erst die große Weltpolitik zitieren, um dem fatalen Kampf der Kulturen, der unsere Gedanken durch einseitige Medienberichte und „Hasspolitiker“ vergiftet hat, zu begegnen. Interkulturelle Missverständnisse beginnen schon in unserer eigenen Nachbarschaft. Hier müssen wir anfangen. Der türkische Nachbar, der gerade frisch gegenüber bei uns eingezogen ist, wundert sich, dass keiner der Deutschen ihn als den Neuen begrüßt. So, wie er es aus seinem Heimatland gewohnt ist. Und so wartet er vergeblich auf ein gastfreundliches Klopfen an seiner Tür. Zeitgleich wundert sich der Deutsche Nachbar, wie stur die Türken wohl sind, weil man hier gelernt hat, dass der Neue sich bei den Alteingesessenen zu erst vorstellen muss. Und wann wollen Sie ihre unbekannten Nachbarn zu einer Tasse Kaffee oder Tee einladen? Die neue Weltinnenpolitik beginnt schräg gegenüber von unserem eigenen Zuhause.
Ob im Kleinen oder im Großen. Es gibt so vieles von anderen Kulturen zu lernen. Da wir von MEMOCINE das Glück haben, an der Schnittstelle von Ost und West den unterschiedlichsten Menschen und deren Geschichten zu begegnen, wollen wir uns bemühen, einen Teil dieser Gedanken weiter zu geben. Wir wollen nicht belehren. Aber wir wollen denjenigen, die sich die Zeit nehmen, unser Tagebuch zu lesen, neue interessante Perspektiven und Denkhaltungen aufzeigen und auch von den Kommentaren unserer Leser selber lernen.
Die Feder ist mächtiger als das Schwert, heißt es. Auch wenn heute noch keiner von uns sagen kann, welche Texte aus unserer Tastatur hervorgehen werden, so freue ich mich auf den interkulturellen Dialog zwischen uns beiden Co-Autoren.

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